Netzwerk zur beruflichen Integration:Netzwerk zur beruflichen Integration

Netzwerk zur beruflichen Integration kleinwüchsiger Menschen von 2006 - 2009

Pro Jahrgang ist in der Bundesrepublik Deutschland von ca. 2.000 kleinwüchsigen Berufseinsteigern auszugehen; ein beachtlicher Teil der erwachsenen Kleinwüchsigen und der Menschen unterhalb der 3. Perzentile (ca. 2,4 Millionen), die bei dem BKMF Unterstützung suchen, ist arbeitslos. Häufig wird die spezielle Situation von kleinwüchsigen Menschen in der Berufsberatung durch die Berater vor Ort nicht wahrgenommen.

Um die berufliche Integration von kleinwüchsigen Menschen nachhaltig zu fördern, führt der BKMF daher seit September 2006 ein weiteres Modellprojekt mit dem Titel „Aufbau eines systematischen Informationsnetzwerk zur Beratung und Integration kleinwüchsiger Menschen in den Beruf“ durch.

Kleinwüchsige und nicht kleinwüchsige Menschen fassen sich an die Schultern und lachenInstalliert wird ein bundesweites Netzwerk, das einen Austausch von langjährigen Erfahrungen der Selbsthilfe und der fachlichen Kompetenz der arbeitsmarktpolitischen Institutionen gewährleistet. Die Berufsberater und Berufsberaterinnen werden zum Thema Kleinwuchs vor Ort informiert und für die besonderen Belange und Möglichkeiten der Betroffenen sensibilisiert. Gemeinsam mit den kleinwüchsigen Menschen müssen die individuellen beruflichen Möglichkeiten realistisch eingeschätzt werden, um eine erfolgreiche berufliche Integration einzuleiten, zu begleiten und zu sichern. Über einen Top Down Prozess müssen in den Institutionen des Arbeitsmarktes Informationen und Erfahrungen zum Thema Kleinwuchs lebendig werden und sich verfestigen.

Ergänzend erfolgt ein weiterer Ausbau der sehr erfolgreichen berufsorientierten Seminare sowohl für jugendliche als auch für erwachsene Kleinwüchsige.

Dieses neue Angebot basiert auf den vorangegangenen und bereits beschriebenen Projekten. Die Projekterfahrungen zeigen deutlich, dass eine ganzheitliche Unterstützung und eine Stärkung kleinwüchsiger Menschen in allen Lebenslagen wichtig sind und als grundlegende Faktoren betrachtet werden können, welche die berufliche und soziale Situation stabilisieren und den Ausbildungs- und Arbeitsplatz sichern helfen.